Die Plettenberger Herrenbirne
Viermal staunen über ein fast verschwundenes Kernobst
Sie ist eine echte Sauerländerin und trägt ab September kleine kreiselförmige Früchte von herbem Geschmack, die sich bestens zum Schmoren, Dörren oder zur Herstellung von Birnenkraut eignen.

Doch wussten Sie auch, dass
… die traditionsreiche Lokalsorte äußerst robust ist, kaum anfällig für Krankheiten und folglich sehr alt werden kann und dennoch von vielen Obstbaumbesitzern ab Mitte des 20. Jahrhunderts kaum noch geerntet und verwertet wurde?
… die Plettenberger Herrenbirne im Rahmen des LEADER-Projekts „Südwestfalens blühende Vielfalt erhalten“ wiederentdeckt und 2025 von Slow Food Deutschland als Passagier in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen wurde?
… die kleine Birne unter dem Namen „Herrenbirne“ bereits 1886 erwähnt wurde, ursprünglich aber wohl „Herbebirne“ hieß, was ihren Gehalt an vielen herben Gerbstoffen geschuldet sein dürfte?
Während sie sich also kaum zum rohen Verzehr eignet, entfaltet sie gedörrt ein intensives und leicht zimtiges Aroma.
… das Naturschutzzentrum Märkischer Kreis aus Lüdenscheid die Märkische Spezialitäten Brennerei in Hagen Dahl bat, die alte Sorte zu einem Birnenbrand zu verarbeiten? Und dass eben jener Edelbrand am 14. März 2026 beim Craft Spirits Berlin Award mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde?
.jpg)



_edited.png)
Kommentare